Die Eishockey-WM

Die Eishockey-Weltmeisterschaft vom 10. bis 26. Mai in Tschechien.


Alle deutschen Spiele und viele weitere Partien (u.a. das Finale) live.


Die Eishockey-Weltmeisterschaft 2024

Am 10. bis 26. Mai 2024 ist es endlich so weit, die 87. Auflage der Eishockey-Weltmeisterschaft der Herren findet in Tschechien statt. Schauplätze des von der Internationalen Eishockey-Föderation (IIHF) veranstalteten Top-Division-Wettbewerbs werden in diesem Jahr die Städte Prag und Ostrava sein. 16 Nationen kämpfen in insgesamt 64 spannungsgeladenen Spielen um den Weltmeistertitel. Wer wird sich den begehrten Titel holen? Sei mit MagentaSport live dabei!


Auch in diesem Jahr wir in zwei Gruppen gespielt, aus denen sich jeweils vier Teams für das Viertelfinale qualifizieren:


Gruppe A:


  • Tschechien

  • Dänemark

  • Finnland

  • Norwegen

  • Schweiz

  • Österreich

  • Großbritannien

  • Kanada



Gruppe B:


  • Frankreich

  • Deutschland

  • Lettland

  • Slowakei

  • Schweden

  • Kasachstan

  • Polen

  • USA

Die Historie der Eishockey-WM

Die erste von der IIHF veranstalteten Austragung der Eishockey-Weltmeisterschaft der Herren geht bis auf das Jahr 1920 zurück. Damals fand diese noch, wie auch die beiden folgenden Turniere, während der Olympischen Spielen statt. Zunächst bei der Sommerolympiade in Antwerpen und nachfolgend bei den Winterspielen in Chamonix und St. Moritz. Erster offizieller Titelträger wurde Kanada, vertreten durch eine Vereinsmannschaft. Ab 1930 gelang es schließlich, eigenständige WM-Turniere zu organisieren. Die Turniere bis zum 2. Weltkrieg machten ausschließlich die beiden nordamerikanischen Nationen Kanada und die USA unter sich aus — mit einer Ausnahme: 1936 konnte sich Großbritannien überraschend den Titel sichern, wobei jedoch der Großteil der Spieler in Kanada aufwuchs und dort spielte. Deutschland erreichte 1930 erstmals das WM-Finale, unterlag Kanada jedoch klar. Aufgrund von teilweise enorm hohen Ergebnissen wurde das Turnier ab 1951 leistungsentsprechend zunehmend in mehrere Divisionen aufgeteilt.


Mit der Tschechoslowakei 1947 und Schweden 1953 gesellten sich zwei weitere Nationen zu den Titelträgern, ehe sich zum Beginn der 1960er-Jahre die Dominanz der Sowjetunion einstellte. Bis 1990 gewann diese insgesamt 20-mal das Turnier, von 1963 bis 1971 sogar 9-mal hintereinander. 1995 krönte sich Finnland erstmals zum Eishockey-Weltmeister, bis die Slowakei mit ihrem bisher einzigen WM-Sieg 2002 das Feld der acht bisherigen Titelträger komplettierte. Die deutsche Nationalmannschaft konnte nach 1930 auch 1953 Vizeweltmeister werden und wurde bei zwei weiteren Turnieren Dritter. Erstmals seit dem Ausbruch des 2. Weltkrieges musste die Eishockey-Weltmeisterschaft 2020 in Zürich aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden. bei der Weltmeisterschaft 2023 erreichte die deutsche Nationalmannschaft sensationell das Finale, musste sich am Ende der kanadischen Auswahl geschlagen geben.

Spielmodus der Eishockey-WM

55 Nationen treten in diesem Jahr in den verschiedenen Divisionen bei der Weltmeisterschaft 2024 an. Die Teilnehmer wurden leistungsgemäß in insgesamt fünf Divisionen eingeteilt, die Divisionen I bis IV und die Top-Division. Das Turnier der Top-Division gilt als offizielle Weltmeisterschaft. Während diese in Finnland und Lettland ausgetragen wird, finden die Turniere der anderen Divisionen in anderen Ländern und zu anderen Zeiten statt. In den Divisionen I bis IV spielen den Nationen in einem gruppenbasierten Ligasystem um den Aufstieg in die nächsthöhere Division bei der kommenden WM, um schließlich beim Turnier der Top-Division teilzunehmen, bei dem der Weltmeister ermittelt wird.


Die 16 teilnehmenden Nationen wurden dabei in zwei Gruppen eingeteilt. Im Laufe der Vorrunde spielt jede Mannschaft einer Gruppe gegeneinander, wobei die beiden letztplatzierten am Ende der Vorrunde in die Division I absteigen. Die jeweils vier besten Teams beider Gruppen machen in der folgenden K.o.-Runde, welche in Viertelfinale, Halbfinale und Finale aufgeteilt ist, den Weltmeister unter sich aus.

Weltmeister Kanada

Nach der Niederlage im Finale des Vorjahres gelang "Team Canada" bei der Eishockey-WM der Turniergewinn. Im Viertelfinale setzte sich Kanada gegen den amtierenden Weltmeister aus Finnland durch, ehe man durch den Sieg über Lettland in das Finale einzog. Im Finale in der Nokia Arena in Tampere konnte sich Deutschland über lange Zeit im Spiel halten, ehe Kanada im dritten Drittel das Spiel zu seinen Gunsten entschied. Der Rekordsieger der Weltmeisterschaft gewann somit zum 28. Mal die Goldmedaille bei einer Weltmeisterschaft.

Silber für das DEB-Team!

Mit drei knappen Niederlagen gegen die Top-Nationen aus Schweden, den USA und Finnland verlief der Start des DEB-Teams bei der Weltmeisterschaft 2023 nicht wie erhofft und die Mannschaft geriet trotz guter Leistungen früh unter Druck. Gegen Dänemark, Österreich, Ungarn sowie Frankreich gewann das DEB-Team souverän und sicherte sich den Platz im Viertelfinale.

Auch in der K.o.-Runde überzeugte das Team und konnte sowohl die Schweiz im Viertelfinale, als auch den Titelanwärter aus den USA im Halbfinale bezwingen. Trotz einer starken Vorstellung in Finale musste sich das DEB-Team am Ende gegen Kanada geschlagen geben.

Dennoch begeisterte die Eishockey-Nationalmannschaft die Fans und die erste WM-Medaille seit 1953 zählt zu den größten Erfolgen in der Geschichte des Verbandes.

Die Geschichte der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft

Der Deutsche Eishockey Bund wurde am 16. Juni 1963 in Krefeld gegründet. Sein Sitz ist heute in Füssen, die Geschäftsstelle befindet sich in München. Die Geschichte der Deutschen Nationalmannschaft im Eishockey fährt zurück bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. 

Das erste Länderspiel in der Geschichte der deutschen Nationalmannschaft fand bei der Eishockey-Europameisterschaft 1910 statt, an deren Ende man die Silbermedaille gewinnen konnte. Der erfolgreiche Start war richtungsweisend. Auch in den nächsten Jahren konnte die deutsche Nationalmannschaft immer um eine Medaille bei der EM mitspielen. Der größte Erfolg ließ allerdings noch einige Zeit auf sich warten: Bei den Olympischen Winterspielen 1932 in Lake Placid gewannen die Deutschen die Bronzemedaille. Aufgrund der Weltwirtschaftskrise wurden die Winterspiele gleichzeitig als WM gewertet. Bei der Weltmeisterschaft zwei Jahre zuvor konnte die deutsche Nationalmannschaft bereits den Vizetitel gewinnen, 1934 dann Bronze und 1953 wurden die Deutschen erneut Vizeweltmeister. 

 

In den 50er- und 60er-Jahren schaffte es das gesamtdeutsche Team nicht mehr an die früheren Erfolge anzuknüpfen. Es dauerte bis ins Jahr 1976 bis man erneut einen Erfolg verbuchen konnte. Bei den Olympischen Winterspielen in Innsbruck erspielten die Deutschen die Bronzemedaille. Auch in der Folgezeit bleiben die großen Erfolge aus. Bei der WM 2009 war man sportlich bereits in die Division I abgestiegen und konnte nur als Gastgeber der WM 2010 den Klassenerhalt sichern. Bei der WM 2010 gab es dann die Überraschung: Im eigenen Land erspielte sich die DEB-Auswahl erst die Herzen der Zuschauer und dann den 4. Platz, was den größten WM-Erfolg seit 57 Jahren bedeutete. 

Bei der Weltmeisterschaft 2023 übertraf das DEB-Team die Leistung aus dem Jahr 2010 und sicherte sich den zweiten Platz. Nach einem starken Turnier und einem sensationellen Sieg über die USA im Halbfinale, verpasste man gegen Team Canada im Finale den Titel.

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